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Ausschreibung, Vergabe & Abrechnung Ausschreibung Unter Ausschreibung versteht man das Verfahren, das der Auftraggeber durchführt, um verschiedene Angebote für die Ausführung eines Bauwerkes zu bekommen. Die Ausschreibung mit Leistungsverzeichnis ist die noch übliche Ausschreibungsform von Bauleistungen. Sie beinhaltet die Bestandteile: Baubeschreibung Leistungsverzeichnis Terminvorgaben, geforderte Nachweise und weitere Vertragsbedingungen Die Ausschreibungsformen sind (§ 3 VOB/A; Basisparagraphen): die Öffentliche Ausschreibung, bei der nach öffentlicher Bekanntmachung eine unbeschränkte Zahl von Bietern zugelassen ist die Beschränkte Ausschreibung, bei der nur eine beschränkte Zahl von Bietern zur Angebotsabgabe aufgefordert wird die Freihändige Vergabe, die nur in bestimmten Ausnahmefällen angewandt werden soll Vergabe Die Vergabe im Sinne der VOB ist das gesamte Verfahren zwecks Abschluss eines Bauvertrages. Die überwiegende Zahl der Aufträge wird nach Fachlosen vergeben, d. h. getrennt nach Fachgebieten oder Gewerbezweigen (§ 4 Nr. 3 VOB/A). Größere Bauvorhaben können auch schlüsselfertig oder teilschlüsselfertig an einen Generalunternehmer oder einen Generalübernehmer vergeben werden. Eine besondere Form der schlüsselfertigen Vergabe ist die Vergabe mit funktionaler Leistungsbeschreibung, bei der Planung und Bauleistung auf der Grundlage eines Rahmenentwurfs und eines Leistungsprogramms ohne vorherige Festlegung auf bestimme Bauweisen oder Konstruktionen (konstruktionsneutral) ausgeschrieben werden und die Bieter das Bauwerk nach eigenem Entwurf anbieten. Abrechnung Im Sinne der § 14 VOB/B versteht man unter Abrechnung eine Zusammenstellung der Ansprüche des Auftragnehmers auf Zahlung der vereinbarten Vergütung gegenüber dem Auftraggeber. Diese Zusammenstellung besteht in einer oder mehreren Rechnungen. Es wird unterschieden: Rechnungen über Vorauszahlungen Abschlagsrechnungen Stundenlohnarbeiten Schluss- oder Teilschlussrechnungen.